{"id":1519,"date":"2017-08-14T12:59:51","date_gmt":"2017-08-14T10:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.saxophonist-live.ch\/saxofonist-blog\/?post_type=tribe_events&#038;p=1519"},"modified":"2017-08-14T13:05:44","modified_gmt":"2017-08-14T11:05:44","slug":"mister-saxr-live-auf-der-halbinsel-au-am-zuerichsee","status":"publish","type":"tribe_events","link":"https:\/\/www.saxophonist-live.ch\/saxofonist-blog\/event\/mister-saxr-live-auf-der-halbinsel-au-am-zuerichsee\/","title":{"rendered":"Mister Saxr live auf der Halbinsel Au am Z\u00fcrichsee"},"content":{"rendered":"<p>Mister Saxr unterh\u00e4lt die geladenen G\u00e4ste eines Privat-Anlasses auf der Halbinsel Au. Evergreens, Balladen, BossaNova und Pop-Songs geh\u00f6ren genauso zum Repertoire, wie auch jazzige Songs oder auch unterhaltende Tanzsongs, wie Salsa\u2019s oder Mambos. Sax vom Feinsten am oberen Teil des Z\u00fcrichsee.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Halbinsel Au<\/strong><\/p>\n<p>Die rund einen halben Quadratkilometer grosse Halbinsel (Owe) wurde 1316 als Lehnshof der Johanniterkomturei (Haus Bubikon) erstmals erw\u00e4hnt und war bis 1835 eine Z\u00fcrcher Staatsdom\u00e4ne.<\/p>\n<p>Das Landgut Au (als Lehe) wurde 1650 von Hans Rudolf Werdm\u00fcller erworben, mit dem die Geschichte der Halbinsel eng verbunden ist. Er liess eine Villa im venezianischen Stil errichten.<\/p>\n<p>Werdm\u00fcller, 1614 im \u201eSeidenhof\u201c in Z\u00fcrich geboren, heiratete im Alter von 19 Jahren Anna Reinhard, die damals 32 war. Er wurde von seinem Stiefvater Kaspar Schmid in seinen kriegerischen Neigungen gef\u00f6rdert, wie im Band 2 der \u201eKunstdenkm\u00e4ler des Kantons Z\u00fcrich\u201c von Hermann Fietz (1943) nachzulesen ist. Werdm\u00fcllers Laufbahn f\u00fchrte ihn in die schwedische Armee, in den Dienst der Republik Venedig sowie auch in schweizerische, franz\u00f6sische und kaiserliche Dienste. 1650 kommandierte er noch ein Regiment aus Z\u00fcrchern und Bernern, das f\u00fcr Venedig nach Dalmatien entsandt worden war. In den Jahren 1651\u20131657 lebte Werdm\u00fcller in seiner Heimat, nachdem er, wie erw\u00e4hnt, das Gut zur Au gekauft und seinen Sitz gebaut hatte. Dort konnte er seinen Liebhabereien freien Lauf lassen: Gartenbau, Landwirtschaft, Fischerei, und zudem betrieb er eine Schmiedewerkst\u00e4tte \u2013 eine Vorstufe zur heutigen Hochschule W\u00e4denswil. Der Binnensee und der Rebberg auf der S\u00fcdseite geh\u00f6rten ebenfalls zum umfangreichen Gut, das 1678 von seinem Sohn Johann Rudolf Werdm\u00fcller verkauft wurde.<\/p>\n<p>Werdm\u00fcller war eine schillernde Pers\u00f6nlichkeit, die in Conrad Ferdinand Meyers Novelle \u201eDer Schuss von der Kanzel\u201c die Hauptrolle spielt. Den Wertm\u00fcller (diesmal mit t) beschrieb Meyer als \u201eeine Brennnessel, die keiner ungestochen ber\u00fchrt\u201c. Und sogar die Sprache verunstaltete dieser Mann mit der scharfen Habichtsnase und dem stechenden Kinn im Gesicht &#8230;: \u201eDer Wertm\u00fcller bringt die hochdeutschen, fremdl\u00e4ndischen W\u00f6rter ins Land, der Staatsverr\u00e4ter!\u201c \u2013 also sprach der Pfannenstiel. Was er wohl zu den im Deutsch zunehmend seuchenartig verbreiteten Amerikanismen heute sagen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Die Au kam noch zu weiteren literarischen Ehren: Der deutsche Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724\u20131803) hatte ihr 1750 einen Besuch abgestattet und verewigte sie in seiner \u201eOde an den Z\u00fcrichsee\u201c. Zu den ber\u00fchmten Bewohnern des Landguts geh\u00f6rte auch die dort geborene Autorin Mentona Moser (1874\u20131971): \u201eIch habe gelebt\u201c (Buchtitel mit Au-Schilderungen). 1887 hatte ihre Mutter, Fanny Moser-Sulzer, Freiin von Sulzer-Wart, die damals 39-j\u00e4hrige Witwe des Schaffhauser Grosskaufmanns Heinrich Moser, das vernachl\u00e4ssigte Gut gekauft und es renovieren lassen. Sie galt als eine der reichsten Damen Europas. Sie machte ihre Residenz \u201eBelle au bois dormant\u201c zu einem gesellschaftlichen Zentrum, in welchem Dichter, Philosophen, Wissenschaftler und Personen aus Handel und Industrie verkehrten.<\/p>\n<p>1917 ging das Landgut in den Besitz von Oberst Hans von Schulthess-Bodmer \u00fcber. Dieser neue Eigent\u00fcmer liess das alte Werdm\u00fcllerhaus abbrechen und 1928\/29 durch eine neubarocke Villa mit verschiedenen Nebengeb\u00e4uden ersetzen; als Architekt wirkte Johann A. Freytag.<\/p>\n<p>Das Landgut geh\u00f6rt seit 1989 dem Kanton Z\u00fcrich; die Erben des 1985 verstorbenen Eric Alex von Schulthess, dem Sohn des Schlosserbauers, \u00fcbergaben die Liegenschaft dem Kanton und damit der \u00d6ffentlichkeit, ebenso einen Teil der 26 ha umfassenden Liegenschaft. So leuchtete \u00fcber der Au immer ein guter Stern: Schon 1911 gr\u00fcndeten W\u00e4denswiler Industrielle das Au-Konsortium. Dieses kaufte den mittleren Teil des Au-H\u00fcgels zusammen mit dem Gasthaus und verhinderte so, dass die idyllische Halbinsel \u00fcberbaut wurde. Sie sollte der \u00d6ffentlichkeit als Ausflugsort zur Verf\u00fcgung stehen, und so ist es bis heute geblieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle <a href=\"http:\/\/www.halbinselau.ch\/\">http:\/\/www.halbinselau.ch\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mister Saxr unterh\u00e4lt die geladenen G\u00e4ste eines Privat-Anlasses auf der Halbinsel Au. 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